12.11.2025

Vortrag »Prof. Dr. Robert Bruck – ein Leben für die Ordnung der Denkmale«

© Deutsche Fotothek

Mittwoch, 12. November 2025, 16 Uhr | Vortrag von Dr. Konstantin Hermann | Dresden, Ständehaus, Festsaal | Eintritt frei | um Anmeldung wird gebeten unter 0351 48430 402 oder presse@lfd.sachsen.de

Am Mittwoch, dem 12. November 2025, lädt das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD) 16 Uhr zum Vortrag »Prof. Dr. Robert Bruck – ein Leben für die Ordnung der Denkmale« in das Ständehaus in Dresden ein. Dr. Konstantin Hermann, Leiter der Abteilung Wissenschaftliche Fachdienste im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD), wird in seinem Bildervortrag Einblicke in Leben und Werk des fast vergessenen Hochschulprofessors und Denkmalpflegers Robert Bruck geben.

Robert Bruck (1863–1942) stammte aus einer hessischen jüdischen Familie und studierte ab 1897 Kunstgeschichte und Philosophie in Leipzig, Dresden und Heidelberg, wo er 1901 über elsässische Glasmalerei promoviert wurde. 1903 folgte die Habilitation an der Königlich Sächsischen Technischen Hochschule Dresden. Danach arbeitete Bruck als Privatdozent, als Assistent für Geschichte der Künste und außerordentlicher Professor, bevor er 1912 schließlich zum ordentlichen Professor für mittlere und neuere Kunstgeschichte berufen wurde. Gemeinsam mit Cornelius Gurlitt wirkte er zeitig an der Sammlung für Baukunst mit und förderte deren Fruchtbarmachung für die Königlich Sächsische Kommission zur Erhaltung der Kunstdenkmäler. Bruck war nicht nur Kunsthistoriker, sondern leitete unter anderem die Ausgrabungen an der Dresdner Sophienkirche. Bruck war auch am strukturellen Aufbau des Landesamts für Denkmalpflege Sachsen nach 1917 beteiligt. 1927/28 amtierte er als Rektor der Hochschule.

Robert Bruck ist die maßgebliche Anregung zur Errichtung des »Königlich Sächsischen Denkmal-Archivs« zu verdanken, um die im Zusammenhang mit der Inventarisation gesammelten Dokumente, Zeichnungen, Fotografien und Pläne an einem zentralen Ort zusammenzuführen und für alle praktischen Fragen der Denkmalpflege zur Hand zu haben. Bruck war ein hochgebildeter Kunstwissenschaftler und engagierter Archivvorstand mit fundierten Ansichten in allen künstlerischen, historischen oder technischen Fragen. Durch den Machtantritt der Nationalsozialisten 1933 waren die späteren Lebensjahre Brucks von den stetig zunehmenden Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung überschattet. Obwohl evangelisch-lutherisch getauft, fiel Bruck aufgrund seiner Abstammung unter die nationalsozialistischen Rassengesetze von 1935. Als Robert Bruck am 29. Januar 1942 vermutlich vor dem Hintergrund drohender Deportation den Freitod wählte, war er 79 Jahre alt.

 Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms der Jahresausstellung des LfD »Gebautes Vermächtnis – Bewahrtes Gedächtnis. Das Sächsische Denkmalarchiv«, die bis 27. Februar 2026 im Ständehaus Dresden, Schloßplatz 1, Erdgeschoss besichtigt werden kann.

 Mittwoch, 12. November 2025, 16 Uhr, Vortrag im Ständehaus, Schloßplatz 1, 01067 Dresden, 2. OG, Festsaal, freier Eintritt.
Bitte beachten Sie die Sicherheitskontrollen im Ständehaus.

Wegen begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um verbindliche Anmeldung unter 0351 48430 402 oder presse@lfd.sachsen.de.

 

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